Niedersachsen

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Letztes Update: 21.03.2020

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IHK - Finanzielle Unterstützungsmaßnahmen

Website der IHK Hannover

 Infolge der Corona-Krise sind viele Unternehmen aus nahezu allen Branchen in akute Existenzgefahr geraten. Für diese Unternehmen ist es wichtig, dass jetzt schnell Liquiditätshilfen gewährt werden.
Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene werden gerade Hilfspakete für in Not geratene Unternehmen geschnürt.

Das Land Niedersachsen hat am 17. März 2020 Eckpunkte für niedersächsische Unterstützungsmaßnahmen formuliert. So sollen 1,4 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt werden, um die Strukturen in der Gesundheitsversorgung einsatz- und leistungsfähig zu halten. Ebenso sollen auch finanzielle Soforthilfen sowie Entschädigungen zur Unterstützung der Wirtschaft geleistet werden. Zudem wird der Bürgschaftsrahmen auf 3 Milliarden Euro erhöht. Die gesetzlichen Voraussetzungen sollen bis zum 27. März 2020 getroffen werden.

Bereits heute können sich die betroffenen Unternehmen bei der NBank registrieren lassen. Die Bank ist von 9 bis 15 Uhr auch am Samstag unter der E-Mail beratung(at)nbank.de oder der Hotline 0511/30031-333 erreichbar. Im Internet stellt die Bank auch einen Fragebogen in Form eines beschreibbaren PDF-Dokuments zur Verfügung, um sich zu registrieren und schnellstmöglich konkrete Informationen zu erhalten. Die Programme sollen voraussichtlich Mitte der KW 13 starten.

-- Darlehen
-- Zuschüsse zur Liquiditätssicherung
-- Bürgschaften
-- Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus
-- Weitere Informationen
-- Bund
-- Zuschüsse zur Unternehmensberatung

Darlehen

Das Land Niedersachsen hat am 17. März mitgeteilt, dass es kurzfristig ein Kredit-Programm (bis 50.000 Euro) für kleine und mittlere Unternehmen als schnelle Liquiditätshilfe auflegen will. Das Programm soll direkt durch die NBank ohne Beteiligung einer Hausbank, vergeben werden und könnte bis Ende des Monats März zur Verfügung stehen.

Ebenfalls in Vorbereitung ist die Auflage eines größeren Liquiditätskredits (über 50.000 Euro), der voraussichtlich Mitte bis Ende April bereitgestellt werden kann. Auch hier soll die Bewilligung ohne Einschaltung einer Hausbank erfolgen. In beiden Fällen müssen noch die gesetzlichen Voraussetzungen (Absicherung durch das Land, etwa durch einen Haftungsfonds) geschaffen werden.

Es wird also spezielle Förderdarlehen des Landes geben, allerdings wird es noch einige Tage dauern, bis das Geld beantragt werden kann. Sobald es nähere Informationen gibt, wird die IHK über ihre Informationskanäle informieren.

Zudem hat die KfW als Förderbank des Bundes ihre Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erreichen. Darunter sind der KfW-Unternehmerkredit für Bestandsunternehmen, der ERP-Gründerkredit-Universell für junge Unternehmen sowie der KfW-Kredit für Wachstum für größere Unternehmen. Die Kredite können die Unternehmen über ihre Hausbanken beantragen.

Zuschüsse zur Liquiditätssicherung

Für in Not geratene Kleinstunternehmen (weniger als 10 Beschäftigte und weniger als 2 Millionen Euro Jahresumsatz) soll zudem ein sechsmonatiges Landesprogramm in Form einer Zuschussförderung mit einem Volumen von voraussichtlich 100 Millionen Euro aufgelegt werden.

Zugute kommen soll dieser Liquiditätszuschuss neben Kleinstunternehmen auch Familienbetrieben, damit diese finanzielle Belastungen abdecken können, die andernfalls ihre Geschäftstätigkeit zerstören würden. Gefördert werden sollen demnach etwa Mieten und Pachten für gewerbliche Immobilien, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht genutzt werden können. Ebenso Finanzierungskosten, zum Beispiel Zinsaufwendungen, für fremdfinanzierte Wirtschaftsgüter wie Maschinen, Anlagen oder Einrichtungen. Die Förderhöhe soll voraussichtlich 20.000 Euro je Unternehmen betragen, die als einmaliger Zuschuss gewährt werden. Der Fördersatz beträgt 50 Prozent. Das heißt, der Förderhöchstbetrag von 20.000 Euro kann abgerufen werden, sofern der wirtschaftliche Schaden des einzelnen Unternehmens bei mindestens 40.000 Euro liegt.

Auch bei diesem Zuschussprogramm soll die Antragsbearbeitung über die NBank erfolgen.

Auch bei den Zuschüssen zur Liquiditätssicherung wird es noch einige Tage dauern, bis das Geld beantragt werden kann. Sobald es nähere Informationen gibt, wird die IHK über ihre Informationskanäle informieren.

Bürgschaften

Das Land Niedersachsen und die Niedersächsische Bürgschaftsbank (NBB) stehen betroffenen Unternehmen mit Bürgschaften zur Seite. Davon profitieren können nahezu alle Branchen, Angehörige freier Berufe und Träger sozialer, kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen.

Kreditbürgschaften sind ein probates Mittel bei der Krisenbewältigung. Sie werden stets im Hausbankenverfahren gewährt. Damit schnelle Hilfe gewährleistet ist, werden die Antragsverfahren flexibilisiert und bestehende Regelungen pragmatisch angewendet.
Ansprechpartner bei der NBB

Lars Luther, stv. Leiter Firmenkundenbetreuung: Tel. 0511/33 70 5-0
Carsten Bolle, Geschäftsführung: Tel. 0511/33 70 5-0


Ansprechpartner für Landesbürgschaften bei PwC als Mandatar des Landes

Mike Schwake: Tel. 0511/5357 5323, E-Mail: mike.schwake(at)pwc.com
Peter Koch: Tel. 0511/5357 5351, E-Mail: koch.peter(at)pwc.com

Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus

Unternehmern, die von der Corona-Krise unmittelbar und erheblich betroffen sind, unterstützt die Finanzverwaltung mit steuerlichen Erleichterungen wie zinsfreier Stundung oder einer erleichterten Herabsetzung von Vorauszahlungen.
Weitere Informationen

Steuerliche Maßnahmen für betroffene Unternehmen
Vorlage zur Beantragung von Steuererleichterungen
Antworten auf häufig gestellte steuerliche Fragen (FAQs)

Bund

Der Bund hat am 10. März 2020 einen einem dreistufigen Maßnahmenplan zur Sicherung von Liquidität, Beschäftigung und Wertschöpfung vorgelegt.

Treffen des Bundeswirtschaftsministers und der Wirtschaftsministerinnen und Wirtschaftsminister der Länder zum Corona-Virus

Coronavirus: Drei-Stufen-Plan des Bundes und Hilfen für Unternehmen

Im Rahmen dieses Planes sollen zunächst etablierte Unterstützungsinstrumente wie KfW-Unternehmer- oder auch ERP-Gründerkredite, Betriebsmittelfinanzierungen über Landesförderinstitute und auch Bürgschaften für Betriebsmittelkredite für Unternehmen mit fehlenden oder nicht ausreichenden banküblichen Sicherheiten genutzt werden.

Zudem gibt es weitere bereits bestehende Stützungsmaßnahmen wie die Entgeltfortzahlung und Krankengeldbezug. Für das Kurzarbeitergeld gibt es spezielle Erleichterungen zur Bewältigung der Corona-Krise. Im Fall von Quarantänemaßnahmen kann zudem auch für nicht erkrankte Arbeitnehmer eine Entgeltfortzahlung gewährt werden.

Darüber hinaus sollen kurzfristig noch weitere Förderprogramme aufgelegt bzw. die vorhandenen angepasst/ausgeweitet werden. Insgesamt steht dafür ein Volumen von 500 Mrd. Euro zur Verfügung.

Das BMWi hat eine Hotline eingerichtet: Tel. 030/18615-1515

Zuschüsse zur Unternehmensberatung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt Zuschüsse zur Unternehmensberatung:

Beratungsförderung für junge Unternehmen

Beratungsförderung für Bestandsunternehmen

Beratungsförderung für Unternehmen in Schwierigkeiten

Bei der Beratungsförderung für Unternehmen in Schwierigkeiten geht es darum, mit Hilfe einer Beratung die wirtschaftliche Leistungs-und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Dabei werden Beratungskosten bis zu einer Höhe von 3.000 Euro mit 90 Prozent gefördert. Unternehmen, die einen Förderzuschuss für eine Unternehmensberatung beantragen möchten, müssen vor der Antragstellung ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner – zum Beispiel der IHK Hannover – führen.

Zu Fragen zu weiteren Themen rund um die Corona-Epidemie und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft hat das niedersächsische Wirtschaftsministerium eine Hotline eingerichtet:

Telefon: 0511/120 5757 (8 bis 20 Uhr) 


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